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Befeuerung von Luftfahrthindernissen in Deutschland

Seit dem 1.9.2015 gilt die neue Verwaltungsvorschrift. Diese Seite wird in Kürze aktualisiert. 
Wesentliche Neuerungen sind das Hindernisfeuer ES und der Einsatz von Gefahrenfeuern ab 150m Höhe über Grund. Der vollständige Text ist im Downloadbereich zu finden. 

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Was muss Befeuert werden?

In Städten und dichtbesiedeltem Gebiet: jedes Objekt mit mindestens 150m Höhe, außerhalb davon ab 100m Höhe über Grund oder über Wasser. In Einzelfällen ab 20m über Grund. In Flugplatzbereichen (Bauschutzbereich) und bei Hubschrauberlandeplätzen gelten ebenfalls besondere Anforderungen. 


Wie muss Befeuert werden?

Generell gilt: Die höchsten Punkte müssen befeuert werden und die Kontur eines Objektes bzw. Objektensembles soll erkennbar sein. Bei einem Hochhaus sind das z.B. die Eckpunkte und der First. Überrragt der höchste Punkt umgebende Objekte um mehr als 45m, so müssen weitere Befeuerungsebenen eingefügt werden (z.B. Fernmeldetürme). Die Hindernisfeuer dürfen in der Regel nicht mehr als 45m Abstand haben und müssen von allen Seiten aus sichtbar sein. Ist das nicht möglich muss Abhilfe geschaffen werden, so dass das Objekt in seiner Kontur erfasst werden kann. 


Bei dem Objekt links ist keine zweite Befeuerungsebene auf der dem anderen befeuerten Objekt zugewandten Seite notwendig. Der Schornstein im Bild rechts benötigt mindestens 4 Hindernisfeuer.

An schlanken Hindernissen (Windmessmasten, Schornsteine, etc.) müssen immer zwei Hindernisfeuer einer Befeuerungsebene aus jeder Richtung erkennbar sein. 

Bei obendrehenden Turmdrehkrähnen werden mindestens 3 Feuer benötigt (am Ausleger, oberhalb der Kabine und am Gegengewicht), bei untendrehenden reichen 2 Feuer.

Wenn der höchste Punkt aus technischen Gründen nicht befeuert werden kann, darf das Feuer maximal 15m (Flugplatzbereich 3m) darunter angebracht werden.

Wann reichen Hindernisfeuer nicht mehr?

Wenn ein Objekt höher als 100m ist und ein unbefeuertes Teil es um mindestens 15m (im Flughafenbereich 3m) überragt, müssen Mittelleistungsgefahrfeuer eingesetzt werden. Der Einsatz ist evtl. auch gefordert, wenn eine besondere Gefährdungslage die Anbringung gebietet.

Werden redundante Systeme gefordert (Doppelhindernisfeuer)?

Wenn LED-Hindernisfeuer mit Überwachung der Ausfallwahrscheinlichkeit eingesetzt werden, und bei Erreichen einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 5% die Feuer getauscht werden, kann auf Doppelhindernisfeuer verzichtet werden.

 

Wer legt fest wann befeuert werden muss?

In der Regel ist die Hindernisbefeuerung Bestandteil der Baugenehmigung. Auskunft erteilt die lokale Luftfahrtbehörde bzw. die Deutsche Flugsicherung (DFS).

 

Sind die Richtlinien international gültig?

Die Art und Positionierung der Befeuerung in der Bundesrepublik orientiert sich an den Vorgaben der ICAO, jedoch gelten spezielle nationale Vorschriften.

Z.B. müssen Hindernisfeuer in Deutschland auch bei -2° Vertikal eine Intensität mindestens 10 Cd haben und vom Bundesverkehrministerium zertifiziert sein. 

Die derzeit gülltige "Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen" kann auf der Webseite der DFS heruntergeladen werden. Eine besondere Rolle spielen Windkraftanlagen, hier gibt es ein neues Feuer "W,rot" mit einer effektiven Intensität von 100Cd.

 

Was ist zu tun wenn die Befeuerungsanlage ausfällt?

Wenn das Hindernisbefeuerungssystem Ausfällt muss die Deutsche Flugsischerung informiert werden und das System sollte sobald als möglich instandgesetzt werden.